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Sorgenfrei in Rente

Was war das für ein außergewöhnliches Jahr 2022.

Neuigkeit vom 30.12.2022

Und wieder ist ein Jahr vergangen. Mein Blog feiert mittlerweile den zweiten Geburtstag und meine Dividendenstrategie ist weiterhin erfolgreich. Aber ich muss konsequenter sein und meine Ziele stärker verfolgen. Welche das sind und was ich ändern will, könnt ihr in der folgenden Zusammenfassung zu 2022 und dem Ausblick auf 2023 nachlesen. Viel Spaß dabei.

Dividendenstrategie macht Spaß!

Ein außergewöhnliches Jahr 2022 ist vorbei. Viel ist passiert, Ukrainekrieg, Inflation, hohe Energiepreise, Ende der Coronapandemie und vieles erforderte starke Nerven. Zum Beispiel stark fallende Kurse bei den angeblich unverwüstlichen und sicheren Tech-Werten wie Amazon oder Google. Auch die extrem gehypte Tesla-Aktie blieb nicht verschont und hat innerhalb eines Jahres über 70% an Wert verloren. Doch bei all den Herausforderungen blieb ich meiner Strategie mehr oder weniger treu und habe weiterhin in Dividendenwerte investiert.

Weniger REITs und BDCs und mehr langweilige Value-Werte.
Anfang des Jahres hatte ich noch mehr als 75% Anteil bei den REITs und BDCs. Das war mir zuviel und zu risikoreich, vor allem bei den Hypotheken-REITs und so habe ich gute gelaufene Werte verkauft oder reduziert. Mittlerweile habe ich den Anteil auf gut 43% reduziert, Hypotheken-REITs fast vollständig eleminiert. Für das freigewordene Geld habe ich in langweilige Value-Werte und Sektoren wie Halbleiter oder Automobil investiert. Meine Dividendenrendite ist zwar vor Steuern von über 9% auf jetzt knapp 7% gefallen, aber die angestrebte Dividende von 800 Euro pro Monat habe ich trotzdem erreicht und sogar übertroffen. Dazu unten mehr.

Mehr mit Kopf und weniger mit dem Bauch handeln.
Ich sollte nicht mehr zocken. Weder mit Aktien noch mit Zertifikaten. In 2022 habe ich dadurch auch einiges an Geld verloren, was ich in Dividendenwerte hätte stecken können. Beispielsweise habe ich mit der Wette auf fallende Tesla-Kurse zum falschen Zeitpunkt Geld verloren. Oder das Hin und Her bei Steinhoff. Erst habe ich gut 3.100 Euro bei Steinhoff plus gemacht und später wieder gut 3.400 Euro bei fallenden Kursen verloren. Also fast plus, minus Null, aber dafür habe ich am Ende im ETF-Depot nochmal 1.400 Euro mit Steinhoff Minus gemacht. Ich hätte einfach nicht wieder reingehen sollen.

Auch frühere Ausstiege wären vorteilhafter gewesen. Zum Beispiel bei Lumen, wo ich viel früher hätte rausgehen sollen. Am Ende gab es da gut 2.400 Euro Verlust. Oder die russischen Werte wie Polymetal oder MTS und Magnit. Polymetal hatte ich noch mit 1.400 Euro Verlust verkauft, MTS und Magnit liegen noch in Teilstücken als Leichen im Depot und können nicht verkauft werden. Und von Evraz will ich gar nicht sprechen. Bei Minus 50% liegen noch 3.900 Anteile im Depot und sind nicht handelbar, obwohl das Unternehmen an der Londoner Börse gelistet war.

In Summe ein gutes, fünfstelliges Plus bei Verkäufen und Dividenden.
Nun gibt es einiges an Minus im Verlusttopf für Aktien, bei ETFs und REITs hingegen gab es etliche Gewinne und auch bezahlte Kapitalertragssteuern. Das ärgert mich übrigens am meisten, dass die Verlusttöpfe noch getrennt sind. Und auch bei den Dividenden gab es einen größeren Betrag inkl. Steuern, die man leider nicht mit den Verlusten verrechnen kann. In Summe wurden aber in 2022 Gewinne im fünfstelligen Bereich realisiert. Und auch bei den Dividendenzahlungen gab es eine ordentliche Summe und Steigerung zu 2021. Dazu unten mehr.

Wie geht es in 2023 weiter?
Nach dem Jahr 2022 habe ich auch in 2023 weiterhin viel Freude und Lust in Dividendenwerte zu investieren und meine Strategie zu verfolgen. Das werde ich noch gezielter tun und versuche mich nicht ablenken und abbringen zu lassen. Keine Zockerei, keine riskanten Werte, mehr Analysen im Vorfeld, mit gesunden Menschenverstand auf der Suche nach interessanten Monatszahlern und innovativen Werten.

Erstmal lasse ich bei Trade Republic meine wöchentliche Sparpläne für Air Products & Chemicals, Foot Locker, Qualcomm, Stanley Black & Decker oder Enbridge weiterlaufen. Zudem möchte ich so oft es geht bei einzelnen Werten nachkaufen. Dabei stehen Werte wie SSAB, Best Buy oder M.D.C. auf meiner Nachkaufliste. Zudem möchte ich meine Position in Flex LNG und ING Group erhöhen.
Aber auch im Rohstoff-Depot will ich weiter Werte aufbauen und die exotischen Monatszahler wie Fortitude Gold erweitern. Und im ETF-Depot sollen die ETFs weiter erhöht werden. Dazu werde ich hier immer in meinen Updates berichten.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Ein paar Zahlen und Daten.

Meine Monatszahler bringen aktuell rechnerisch 337,53 Euro* nach Steuern ein. In Summe liegt mein monatlicher Durchschnitt an Dividenden im Dividenden-Depot bei 804,69 Euro* nach Steuern. Mit den ETFs im ETF-Depot bei 810,41*. Alle meine Dividendenwerte im Dividenden-Depot haben eine Rendite von 5,41% nach Steuern (7,60% vor Steuern). Wenn ich die Freibeträge von uns (meine Frau und ich) noch dazu rechne, liegt die Rendite bei 5,89% nach Steuern und die Summe bei 881,83 Euro** pro Monat (inkl. ETFs).

Aktuell liegen alle Depots beim Wert bei -9,14%, der Kaufwert bei +19,12% gegenüber dem Stand vom 31.12.2021 (YTD).

* Umrechnungskurs zur Errechnung der Werte ist wie folgt hinterlegt:
1 US-Dollar = 0,9 Euro, 1 kanadischer Dollar = 0,7 Euro,
1 britisches Pfund = 1,1 Euro und 1 australischer Dollar = 0,6 Euro.

** auf Grund von 1.602 Euro Freibeträgen pro Jahr


Auf Grund des Kurswechsel kann der errechnete Wert stark schwanken. Ich habe daher den Kurs auf die oben genannten Werte festgelegt, damit ich entsprechend vorausplanen kann.

Der Dezember im Überblick.
Im Dezember 2022 kamen 1049,24 Euro Dividende nach Steuern gegenüber 658,42 Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum zusammen, was einer Steigerung von 59,35% zu Dezember 2021 entspricht. Wir hätten mit den Dezember Dividenden ca. 24,37% unserer durchschnittlichen Monatsausgaben decken können.

Dividenden 2022.
In 2022 wurden damit in Summe 11.074,99 Euro nach Steuern an Dividende ausgeschüttet (über alle Depots hinweg), was einem Durchschnitt von 922,92 Euro pro Monat oder 1,26 Euro pro Stunde entspricht. Mit 398 Dividenden-Zahlungen wurde öfters Dividende gezahlt, als das Jahr Tage hat und damit wurde ein neuer Rekord aufgestellt.

Das sind 2.209,05 Euro oder 24,92% mehr als 2021, wobei man den starken Dollar im Verlauf des Jahres mit einbeziehen muss. Das war monatlich mehr als der errechnete Wert, allerdings rechne ich immer ein Puffer ein und bin gespannt ob ich das Niveau in 2023 halten kann.

Allokation der besparten Werte.
Derzeit liegen 94,45% im Dividenden-Depot, 3,51% im ETF-Depot und 1,47% im Rohstoff-Depot. Zudem noch 0,57% in Projekten von Ecoligo (Darlehen für Solarprojekte weltweit). Einen Überblick über meine Depots erhaltet ihr wie immer über den folgenden Link.

Ausblick und Ziele für 2023.

Ende 2023 möchte ich mindestens 900 Euro pro Monat im Durchschnitt an Dividende erhalten (nach Abzug von Steuern und Freibeträgen). Dabei soll die durchschnittliche Rendite weiterhin mindestens über 5% nach Steuern liegen. D. h. es soll wieder der Wert von 10.000 Euro Netto-Dividende erreicht werden.

Bei den Monatszahlern sollen es mindestens 400 Euro nach Steuern sein. Die will ich auch weiterhin besparen und ausbauen. Bisher befinden sich 20 Monatszahler in meinen Depots. Dazu findet ihr mehr Informationen unter "Monatliche Dividendenzahler".

Meine geplante Sparsumme für 2023.
Ich möchte mind. 15.000 Euro in Aktien und ETFs investieren, also die ausbezahlten Dividenden plus weitere Einzahlungen. Einen monatlichen Betrag, den ich früher in Aktien angelegt habe, werde ich erstmal in den Ausbau eines Notgroschens stecken.

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