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Sorgenfrei in Rente

Mein Börsenjahr 2020 und Ausblick auf 2021.

Neuigkeit vom 01.01.2021

Ich bin wie schon im letzten Artikel beschrieben seit 2008 an der Börse aktiv. Nun möchte ich hier über meine Erfahrungen berichten.

Das Jahr 2020 war für viele von uns recht ungewöhnlich, in vielerlei Hinsicht. Auch im Bereich der Börse und des Aktienhandels gab es solch ein Jahr schon lange nicht mehr. Ich habe in 2020 einiges im Bereich des Aktienhandels an der Börse gelernt und möchte euch nun meinen Rückblick auf 2020 und einen Ausblick auf 2021 geben.

Euphorischer Start in 2020.

Das Jahr hatte für mich sehr gut begonnen. Nach jahrelanger Durststrecke war 2019 ein sehr starkes Jahr für Wasserstoffwerte und so begann auch 2020. 

Am 31.12.2019 hatte mein Depot einen Wert von 86.752,12 Euro, es lag damals 10.212,99 Euro im Plus. Durch Aktien hatte ich in 2019 nach dem Verkauf einen Gewinn von +15.030,11 Euro erwirtschaftet. Damit hatte ich mein Minus von -6.460,52 Euro nach dem Verkauf von Aktien bis Ende 2018 und dem damaligen Depotstand von 27.500 Euro in einem Jahr fast verfünffacht.

Bis zum Ausbruch der Corona Krise und dem damit verbundenen Einbruch der Börse konnte ich noch einiges aus Wasserstoffwerten wie ITM Power oder Ballard Power an Geld rausziehen. Bis März 2020 lag mein Gewinn nach einigen Verkäufen bei den Aktienwerten bereits wieder bei über +40.000 Euro.

Mit dem Einbruch im März und der Durststrecke in den folgenden Monaten habe ich meine Strategie und mein Vorgehen im Aktienhandel umgestellt.

Neue Anlagestrategie.

Im Laufe der Corona Krise habe ich meine Anlagestrategie geändert. Ich wollte für die Zukunft mein Depot auf drei Säulen aufbauen, statt nur auf hohem Risiko.
Sicheres Wachstum, Absicherung durch Dividende aber auch schnelle Gewinne durch größeres Risiko.

Säule Sicheres Wachstum bedeutet, dass ich stärker auf ETFs (Exchange Traded Funds) den Fokus legen möchte. Ein Teil meines jetzigen Depots machen nun ein paar ETFs aus. Die zweite Säule ist die Absicherung durch Dividende, wo ich verstärkt auf REITs (Real-Estate-Investment-Trust) bzw. BDCs (Business Development Companies) setzen werde. Die dritte Säule ist und bleibt das Risiko beim Einsatz von hochvolatilen Werten (z. B. Wasserstoffaktien, Pennystocks), um Gewinne für andere Werte zu erhalten.

Ich habe aber auch einiges Geld "versenkt". Zum Beispiel war ich in den Wert DynaCERT in Kanada sehr stark eingestiegen und habe dabei mehr als 5.000 Euro Verlust gemacht. Ich hätte das Geld auch noch etwas liegen lassen können um Plus minus Null rauszukommen. Ich hatte mich aber entschieden den Verlust in Kauf zu nehmen und dafür in andere Werte zu investieren. Der Shift hatte sich am Ende ausgezahlt und ich habe meine Lehren daraus gezogen.

Stand 31.12.2020:
Zum Stand 31.12.2020 befanden sich 62 Einzelwerte (Aktien, REITs, BDCs, ETF) in meinem Depot. Allerdings verteilen sich bereits 73,48% auf 10 Werte in meinem Depot.

In Summe ist mein Depot (reiner Depotwert, ohne Gewinn oder Verlust aus Aktien mit eingerechnet) zum 31.12.2020 um +59,32% gegenüber dem 31.12.2019 gestiegen. Das lag vor allem am Verkauf von Wasserstoffwerten und der Umschichtung und damit der Nutzung von Chanchen hin zu neuen, noch stark gesunkenen Werten wie REITs für die Zahlung monatlicher Dividenden. Nach und nach werde ich aber noch in weniger Renditestarke, aber dafür auch zukunftssichere Werte (z. B. Coca Cola, Disney, Microsoft, AT&T etc.) investieren.

Status quo 2020.

Rechnerisch würde ich Stand heute 524,67 Euro pro Monat im Schnitt an Dividende erhalten, die Wirklichkeit sieht anders aus, wie mein erster Bericht vom Dezember zeigen wird.

Außerdem muss ich nochmal genau die Stichtage der Zahlung prüfen. Derzeit habe ich z. B. Starwood Property Trust für März, Juni, September und Dezember hinterlegt. Die nächste Auszahlung erfolgt aber am 15.01.2021, wie z. B. die Website https://divvydiary.com/ ganz gut aufzeigt.

Die Summe der Dividenden aller Werte beträgt 8.378,00 Euro pro Jahr. 6 Werte unter den Top-10-Werten in meinem Depot, die Dividenden ausschütten, machen in Summe 52,33% an Gewichtung des Gesamtdepots aus.

Aber warum veröffentliche ich meine Einnahmen aus Aktien?
Vorrangig sind es Gründe aus eigener Motivation heraus. Die Seite ermöglicht mir nochmal neutral auf die Sache drauf zu schauen und zu reflektieren, um nicht den Fokus aus den Augen zu verlieren.
Außerdem möchte ich euch inspirieren und zeigen, dass man mit Genug Ausdauer und der entsprechenden Strategie sich sein eigenes passives Einkommen aufbauen kann. 

Meine Ziele für Ende 2020 und 2021.

Mein Ziel in der Mitte des Jahres war es, Ende 2020 rechnerisch eine monatliche Dividende von mindestens 500 Euro im Durchschnitt nach Steuern zu erhalten. Die monatlichen Dividendenzahler sollen dabei mindestens bei 300 Euro nach Steuern liegen. 

Rechnerisch liege ich derzeit bei 524,67 Euro pro Monat im Schnitt, allerdings mit dem Stand der aktuellen Stückzahl im Depot. Bei den Monatszahlern sind das in Summe bereits jeden Monat 341,94 Euro nach Steuern.

Jetzt muss ich nur die Ex-Dividendentage bzw. Stichtage in Zukunft einhalten, dann trudeln die Zahlungen entsprechend ein.

Da ich außerdem hauptsächlich amerikanische Werte bzw. Werte in Dollar im Depot habe, schwanken die Zahlungen je nach Wechselkurs. Bei der Höhe schwankt die Auszahlung um ca. 6 Euro pro 1 Cent Kurserhöhung oder -senkung.

Ende 2021 möchte ich mindestens 650 Euro pro Monat im Durchschnitt an Dividende erhalten. Wenn ich von ca. 5% Rendite ausgehe (mein Durchschnitt liegt derzeit über alle Werte nach Steuern bei 7,04%) muss mein Depot Dividendenzahler in Höhe von 156.000 Euro beinhalten. Bei den Monatszahlern sollen es mindestens 400 Euro sein.

Wir ihr seht will ich breiter in die Masse gehen und auch Werte wie Coco Cola, Disney oder andere vierteljährliche Zahler verstärkt aufbauen. Dadurch sinkt zwar auch die Rendite, aber langfristig sind das die gesünderen Unternehmen.

Das heißt aber auch ich muss meine Werte mit Dividendenzahlungen von derzeit ca. 88.000 Euro um ca. 77% erhöhen. Ein ambitioniertes Ziel, gehen wir es an!

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