Sorgenfrei in Rente

Kinderdepot statt Sparbuch.
So profitieren unsere Kinder schon heute vom Vermögensaufbau!

Neuigkeit vom 05.07.2026

Immer wieder werde ich gefragt, warum wir für unsere Kinder eigene Depots führen und welche Vorteile das überhaupt bringt. Viele denken dabei lediglich an den Vermögensaufbau. Tatsächlich bietet ein Kinderdepot jedoch zahlreiche steuerliche und finanzielle Vorteile, die noch immer erstaunlich wenig bekannt sind. Im Artikel möchte ich euch einige Aspekte dazu näherbringen. Zudem berichte ich von meinem Neuzugang im Depot und natürlich von den Ausschüttungen im Juni.
Viel Spaß beim Lesen!

Der Juni hatte wieder einiges zu bieten.

Neben einem starken Dividendenmonat gab es einen interessanten Neuzugang im Depot. Außerdem möchte ich auf eine Frage eingehen, die mir immer wieder gestellt wird: Warum führen wir eigentlich eigene Depots für unsere Kinder?

Hoher Dividendeneingang im Juni.
Mit 3.335,77 Euro Netto-Dividenden war der Juni einer der stärksten Monate des bisherigen Jahres. Solche Monate sind natürlich immer ein schönes Zwischenziel und motivieren zusätzlich, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

Ein kleiner Hinweis gehört allerdings zur Transparenz dazu: Ein Teil der höheren Dividendensumme resultiert aus einer Neuberechnung einzelner REIT-Ausschüttungen innerhalb von Parqet. Dadurch wurden Ausschüttungen dem aktuellen Jahr zugeordnet und die Jahresübersicht entsprechend angepasst.

Unabhängig davon zeigt sich jedoch ein Trend, der für mich viel wichtiger ist als einzelne Rekordmonate: Das passive Einkommen entwickelt sich Jahr für Jahr in die richtige Richtung. Genau darum geht es schließlich beim langfristigen Vermögensaufbau. Nicht einzelne Höchstwerte sind entscheidend, sondern ein stetig wachsender Cashflow, der eines Tages einen immer größeren Teil der laufenden Lebenshaltungskosten übernimmt.

Käufe und Verkäufe im Juni.
Auch im Juni gab es wieder einige Veränderungen innerhalb unseres Depots. Wie bereits in den vergangenen Monaten überprüfe ich regelmäßig, ob einzelne Positionen noch zu meiner langfristigen Strategie passen oder ob sich neue Chancen ergeben. Dabei habe ich mich entschieden Werte wie Supermarket Income, British American Tobacco oder Imperial Brands zu verkaufen und das Geld in bestehende Werte wie Main Street Capital (WKN A0X8Y3), Realty Income (WKN 899744) und LTC Properties (WKN 884625) zu investieren.

Es gab aber auch zwei Neuzugänge im Depot. Ein besonderer Neuzugang war dabei der Invesco NASDAQ 100 Income Advantage ETF (WKN A40S3R).

Neuer Baustein für mehr Cashflow.
Der Invesco NASDAQ 100 Income Advantage ETF verfolgt einen etwas anderen Ansatz als klassische Index-ETFs. Grundlage bildet der NASDAQ-100 mit seinen bekannten Technologieunternehmen. Zusätzlich setzt der Fonds jedoch systematisch auf eine Optionsstrategie. Durch den Verkauf von Call-Optionen werden regelmäßig Optionsprämien vereinnahmt. Ergänzend kommen Put-Optionen zum Einsatz, um das Ertragsprofil weiter zu gestalten. Das Ziel ist dabei nicht die maximale Kursentwicklung, sondern ein möglichst attraktiver laufender Ertrag.

Für einkommensorientierte Anleger kann dieser Ansatz durchaus interessant sein. Gerade wer wie ich langfristig einen steigenden monatlichen Cashflow aufbauen möchte, erhält hier eine weitere Möglichkeit, regelmäßige Ausschüttungen zu generieren. Natürlich hat diese Strategie auch ihre Schattenseiten. In sehr starken Börsenphasen wird ein Teil der möglichen Kursgewinne durch die verkauften Call-Optionen begrenzt. Dafür profitiert der ETF von den regelmäßig vereinnahmten Optionsprämien, die unabhängig von klassischen Unternehmensdividenden entstehen.

Ich sehe diesen ETF deshalb nicht als Ersatz für klassische Dividenden-ETFs oder Einzelaktien, sondern vielmehr als sinnvolle Ergänzung innerhalb eines breit aufgestellten Einkommensdepots.

Warum wir für unsere Kinder eigene Depots führen?
Mindestens genauso wichtig wie unser eigenes Depot ist für uns der langfristige Vermögensaufbau unserer Kinder. Bereits vor einigen Jahren haben wir uns bewusst dafür entschieden, für jedes Kind ein eigenes Depot zu eröffnen. Diese Entscheidung würden wir jederzeit wieder treffen. Denn der größte Vorteil liegt nicht nur im Zinseszins, sondern in der Kombination aus Zeit, Steuervorteilen und finanzieller Bildung.

Der Zinseszins hat bei Kindern den größten Hebel.
Zeit ist der wichtigste Faktor beim Vermögensaufbau. Während viele Erwachsene erst mit 30 oder 40 Jahren beginnen zu investieren, können Kinder bereits ab der Geburt Vermögen aufbauen. Jeder Euro hat dadurch oft mehrere Jahrzehnte Zeit, Rendite zu erwirtschaften. Genau dieser lange Anlagehorizont sorgt dafür, dass aus vergleichs-weise kleinen monatlichen Sparbeträgen über die Jahre ein beachtliches Vermögen entstehen kann. Je früher investiert wird, desto stärker arbeitet der Zinseszins.

Steuerliche Vorteile werden häufig unterschätzt.
Viele Anleger kennen zwar den Sparer-Pauschbetrag, wissen jedoch nicht, dass jedes Kind ebenfalls über eigene steuerliche Freibeträge verfügt. Dadurch können Kapitalerträge bis zu den geltenden Freibeträgen steuerfrei vereinnahmt werden.
Noch interessanter wird es mit einer Nichtveranlagungs-Bescheinigung (NV-Bescheinigung). Sofern das Kind keine oder nur geringe weitere Einkünfte erzielt, können - abhängig von der individuellen Situation und den jeweils geltenden steuerlichen Regelungen - deutlich höhere Kapitalerträge ohne Abzug von Abgeltungsteuer ausgezahlt werden. Gerade bei einem langfristigen Depot mit Dividenden oder Ausschüttungen kann dies über viele Jahre einen erheblichen Unterschied machen. Mehr dazu unter "Sparen für unsere Kinder".

Ein Kinderdepot bedeutet mehr als nur Geld.
Mindestens genauso wichtig ist aus meiner Sicht der pädagogische Aspekt. Kinder erleben von klein auf, wie Vermögen entsteht. Sie sehen regelmäßig Ausschüttungen, verfolgen die Entwicklung ihres Depots und lernen früh, dass Börsen nicht nur steigen, sondern auch einmal fallen können. Diese Erfahrungen lassen sich durch kein Schulfach ersetzen. Wer bereits als Jugendlicher versteht, wie ETFs, Dividenden und langfristiges Investieren funktionieren, startet mit einem ganz anderen finanziellen Verständnis ins Erwachsenenleben.

Das Vermögen gehört den Kindern.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Geld eindeutig für die Kinder bestimmt ist. Es wird nicht mit dem eigenen Vermögensaufbau vermischt und bleibt konsequent ihrem späteren Lebensweg vorbehalten - sei es für Studium, Ausbildung, die erste Wohnung oder vielleicht sogar den Grundstein für die eigene finanzielle Freiheit. Natürlich sollte man sich auch der rechtlichen Seite bewusst sein: Das Depot gehört dem Kind. Mit Erreichen der Volljährigkeit kann es grundsätzlich frei über das Vermögen verfügen. Deshalb ist es aus meiner Sicht mindestens genauso wichtig, finanzielle Bildung zu vermitteln wie Kapital aufzubauen. 

Der Juni war in mehrfacher Hinsicht ein erfolgreicher Monat.
Mit den Dividenden entwickelt sich unser passives Einkommen weiterhin in die richtige Richtung. Gleichzeitig konnten wir unser Depot mit einem interessanten neuen Baustein erweitern, der den Fokus auf regelmäßigen Cashflow weiter unterstützt.

Noch wichtiger ist mir jedoch der langfristige Vermögensaufbau unserer Kinder. Ein eigenes Kinderdepot bietet aus meiner Sicht zahlreiche Vorteile: den langen Anlagehorizont, steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, klare Vermögenstrennung und vor allem die Chance, früh ein gesundes Verständnis für Geld und Investieren zu entwickeln.

Wer langfristig denkt, investiert nicht nur für die eigene Zukunft, sondern auch für die nächste Generation. Genau das ist für mich nachhaltiger Vermögensaufbau. Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, kontaktiert mich gerne bei X unter @mpalkowitsch. Danke euch!

Der Juni im Rückblick.

Im Juni 2026 kamen 3.335,77 Euro gegenüber 1.662,67 Euro im vergleichbaren Vorjahresmonat zusammen, was einem Plus von ca. 100,6% entspricht. Die Dividende entsprach ca. 78 Rentenpunkte netto und würde ca. 76,14% der aktuellen Ausgaben decken.

In den ersten 6 Monaten von 2026 sind 14.605,92 Euro Dividende nach Steuern gegenüber 9.393,40 Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum ausgezahlt wurden. Das entspricht bisher 2.434,32 Euro im Schnitt pro Monat nach Steuern.

Allokation der besparten Werte (Stand 05.07.2026).
Derzeit liegen 32,77% im Depot bei Trade Republic, 7,94% bei Comdirect, 57,34% bei Scalable Capital und 1,48% bei der Deutschen Bank im Depot. Zudem noch 0,48% in Projekten von Ecoligo (Darlehen für Solarprojekte weltweit).

Einen Überblick über meine Depots, den aktuellen Stand, meine Ziele und Regeln erhaltet ihr wie immer über den folgenden Link.

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