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Sorgenfrei in Rente

Das Jahr 2023 im Rückblick.

Neuigkeit vom 01.01.2024

Das Jahr 2023 ist Geschichte. Es liegt wieder ein lehrreiches und teils erfolgreiches Jahr hinter mir. Was ich gelernt habe, wie 2023 gelaufen ist und was ich mir für 2024 vorgenommen habe, könnt ihr im folgenden Artikel ausführlich nachlesen. Viel Spaß dabei.

Es geht nicht immer bergauf!

Das Jahr 2023 ist vorbei. Ein Jahr mit hoher Inflation, steigenden Zinsen aber auch steigenden Börsen nach dem Bärenmarkt in 2022, wenn man in den richtigen Werten investiert hatte. Das Wort des Jahres im Aktienmarkt war aus meiner Sicht "The Magnificent Seven". Wie im Western-Klassiker "Die glorreichen Sieben" (der den Originaltitel "The Magnificent Seven" hat) kämpfen 7 Revolverhelden für die gute Sache und helfen einem mexikanischen Dorf gegen eine Banditenbande. An der Börse lehrten 7 Super-Aktien den Bären das Fürchten und sind der Grund dafür, dass 2023 ein starkes Börsenjahr war. Darunter vielen Apple, Nvidia, Alphabet, Meta, Amazon, Tesla und Microsoft. Nur hatte ich keine der sieben, sondern einige der restlichen 493 Aktien vom S&P 500 im Depot. Und leider auch 3 Werte, die ich mit viel Verlust in 2023 verkaufen musste.

14.500 Euro Verlust mit Thungela, ZIM Integrated Shipping und Farfetch.
Zu all den tollen Zahlen bei den Dividendenausschüttungen (siehe weiter unten) gehören leider auch negative Erfahrungen mit schlechten Werten in 2023 dazu. Ich hatte im August 2022 eine größere Summe in Thungela, einem Rohstoffunternehmen für Kohle, ZIM Integrated Shipping, einem Schifffahrtsunternehmen und Farfetch, einem Online-Luxusmodehändler investiert. Leider waren die Investitionen nicht mit Erfolg gekrönt.

ZIM hat nach fallenden Seefrachtkosten die Dividenden gestrichen. Dazu ist der Kurs noch stark eingebrochen, so dass ich am Ende den Wert mit 4.326,25 Euro Verlust (inkl. Dividendenerträge) verkauft habe.

Farfetch war für mich ein Reboundkandidat nach starken Abfall des Kurses seit Februar 2021. Allerdings hat die schwache Wirtschaft auf Grund steigender Inflation und der fehlende Konsum im Luxusbereich (auch Werte wie LVMH oder Kering mussten Federn lassen) einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Zahlen wurden schlechter und letztendlich soll nun Farfetch von Coupang übernommen werden. Ich hatte Anfang Dezember die Reißleine gezogen und Farfetch mit 3.560,86 Euro Verlust verkauft. Am Ende zu spät, aber das lerne ich für das nächste Mal!

Und Thungela? Da habe ich einen größeren Teil verkauft, nachdem der Kurs da auch stärker eingebrochen war. Derzeit stehen 4.460,03 Euro Verlust im Depot. Vielleicht bekomme ich die auch mal wieder über die Dividenden der restlichen Anteile zurück, dann müssen sie aber schon einige Jahr(zehnt)e im Depot liegen bleiben. Die Zeit wird es zeigen.

Mehr mit Kopf und weniger mit dem Bauch handeln.
Ich sollte einfach mehr nachdenken, recherchieren, und nicht impulsiv handeln. Daher habe ich mir auch einige Regeln und Vorgaben aufgestellt, die ihr hier nachlesen könnt. Ich habe schon in 2022 ähnliche Fehler mit Steinhoff, Evraz & Co. gemacht. Die will ich in 2024 nicht wiederholen. Daher investiere ich nun mehr in "langweilige", aber dafür hoffentlich nachhalterige Werte wie Mc Donald's, BHP Group oder Allianz.

Kleines Plus nach inkludierten Dividenden und realisierten Gewinnen.
In 2023 habe ich durch den Verlust mit ZIM, Thungela und Farfetch und einigen anderen Werten ein Minus von 15.784,39 Euro in die Kasse geholt. In Summe seit dem Wechsel zur Dividendenstrategie liege ich immer noch 5-stellig im Plus bei den realisierten Verkäufen, aber das hat mich natürlich schon ordentlich eingebremst. Neben dem Verlust kamen 14.813,11 Euro durch Dividenden nach Steuern in 2023 rein. Investiert habe ich 21.691,70 Euro. Laut Parqet ist das ein IZF von immerhin noch +5,42%. Aber ich muss zukünftig echt aufpassen.

War das jetzt ein verlorenes Jahr?
Rückblickend ist es hinsichtlich Rendite kein gutes Jahr gewesen. Es war genau genommen recht schlecht, eigens dem Vorgehen geschuldet. Das darf sich so schnell nicht wiederholen! Aber es war ein Jahr des Lernens, was das Investieren angeht. Ich bin teils immer noch zu emotional, weniger rational. Ich halte Werte zu lange, gehe teils zu schnell in Werte rein, die auf dem zweiten und dritten Blick keine gute Wahl sind. Vielleicht auch mit dem Hintergedanken den ein oder anderen Prozentwert mehr rauszuholen. Und dann geht es meist nach hinten los.

Wie will ich in 2024 weitermachen?
Wie schon im letzten Artikel beschrieben will ich erstmal den Notgroschen weiter ausbauen. Daher werde ich laut derzeitiger Planung weniger investieren als noch in 2022 oder 2023. Ich denke ich werden zwischen 12.000 und 15.000 Euro in Aktien und ETFs stecken. Also auf jeden Fall die erhaltenen Dividenden und ggfs. den ein oder anderen Einmalbetrag. Geplant ist es Werte wie Qualcomm (WKN 883121), Exxon (WKN 852549), General Mills (WKN 853862) oder McDonald's (WKN 856958) weiter auszubauen. Ein Ziel ist es die niedrigsten Werte auf mind. 500 Euro aufzufüllen (derzeit sind noch 8 unter 500 Euro) und als nächste Grenze die 1.000 Euro zu überschreiten. Insgesamt sind von den 92 derzeit im Depot befindlichen Werten 25 unter 1.000 Euro.

Morgen hole ich mir erstmal via Sparplan die ersten Anteile von der BHP Group Ltd. (WKN 850524) und Rio Tinto (WKN 855018) ins Depot. In zwei Wochen sollen noch die Allianz (WKN 840400), Daimler Truck (WKN DTR0CK) und ggfs. die DWS Group (WKN DWS100) folgen. Dann reicht es aber auch mal an Werten im Depot.

Ich werde wie immer hier von meinen Erfolgen oder Misserfolgen berichten. Schaut gerne immer wieder rein. Und gebt mir gerne Feedback über meinen Twitter-Kanal @mpalkowitsch. Danke euch!

Ein paar Zahlen und Daten.

Im Dezember 2023 kamen 1024,90 Euro Dividende nach Steuern gegenüber 1.046,76 Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum zusammen, was einem Rückgang von ca. 2,1% zu Dezember 2022 entspricht. Wir hätten mit den Dezember Dividenden in etwa 24,82% unserer durchschnittlichen Monatsausgaben decken können.

Dividenden 2023.
In 2023 wurden in Summe 14.847,67 Euro nach Steuern an Dividende ausgeschüttet (über alle Depots hinweg), was einem Durchschnitt von 1.237,31 Euro pro Monat oder 1,69 Euro pro Stunde entspricht. Mit 540 Dividenden-Zahlungen gab es jede Woche mehr als 10 Zahlungen. Das waren 129 Zahlungen mehr als noch in 2022 und damit ein neuer Rekord.

Dabei wurden in 2023 im Delta 3.771,05 Euro oder 34,04% mehr Dividende ausgeschüttet, als in 2022. Das lag aber auch an den starken Zahlungen von ZIM Integrated Shipping und Thungela im April und Mai 2023. Für 2024 rechne ich eine ähnliche Höhe an Dividenden-Zahlungen wie in 2022.

Einen Überblick über meine Depots, den aktuellen Stand, meine Ziele und Regeln erhaltet ihr wie immer über den folgenden Link.

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