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Sorgenfrei in Rente

Auswandern im Alter – Mein Weg in die sorgenfreie Rente.

Neuigkeit vom 09.08.2025

Seit einigen Wochen begleitet mich ein Gedanke, der immer wieder leise anklopft – manchmal beim morgendlichen Kaffee, manchmal beim Blick auf den Wetterbericht: Wie wäre es, im Alter auszuwandern?
Kein Urlaubsfeuerwerk, das nach zwei Wochen verglüht, sondern ein dauerhafter Tapetenwechsel. Ein Leben, in dem Sonne, Meer und Gelassenheit nicht nur Ferienbegleiter sind, sondern Alltag. Mit der Zeit hat sich meine Vorstellung weiterentwickelt: Es muss gar nicht die radikale Variante sein, in der man alles verkauft und Deutschland für immer hinter sich lässt. Ich denke eher an ein flexibles Modell – zwischen zwei Welten leben. Ich möchte euch hier meine Gedanken näherbringen. Viel Spaß beim Lesen!

Warum überhaupt Auswandern?

Je näher die Rente rückt, desto klarer wird mir: Die zweite Lebenshälfte darf ruhig etwas mehr Dolce Vita enthalten. Nicht nur aus Abenteuerlust – es geht auch um Lebensqualität, Gesundheit und finanzielle Weitsicht. Ein milder Winter, frische Meeresluft, gutes Essen und vielleicht sogar geringere Lebenshaltungskosten: Das klingt für mich nach einer spannenden Kombination aus Genuss und Vernunft.

Drei Orte tauchen in meinen Überlegungen dabei immer wieder auf.
Italien – Sonne, Pasta, Cappuccino am Morgen, und dieses entspannte Lebensgefühl. Außerdem gibt es steuerliche Vorteile für ausländische Rentner, besonders in bestimmten Regionen im Süden.
Malta – 300 Sonnentage, Englisch als Amtssprache, überschaubare Größe und ein angenehmes Steuersystem für Rentner. Die Mischung aus mediterraner Kultur und britischem Erbe finde ich spannend.
Gibraltar – winzig, aber mit britischem Flair, Englisch, steuerlich attraktiv und mitten am Eingang zum Mittelmeer. Vielleicht etwas speziell, aber gerade das macht es interessant.

Ein Leben zwischen zwei Welten.
Für mich muss Auswandern nicht heißen, alle Zelte in Deutschland abzubrechen.
Ich könnte mir gut vorstellen, den Großteil des Winters – sagen wir von November bis April – im sonnigen Malta zu verbringen. Und im Sommer, wenn die Hitze im Süden drückend wird, wieder zurück in meine deutsche Heimat zu kommen.

So hätte ich das Beste aus beiden Welten. Mehr als 183 Tage im Ausland – wichtig, um steuerlich als ansässig zu gelten. Das bedeutet: Man gilt für dieses Jahr nicht mehr als steuerlich ansässig in Deutschland. Wohnung in Deutschland behalten – als Rückzugsort, Basis für Freunde, Familie und gewohnte Strukturen. Kapitalerträge wie Dividenden weiterhin in Deutschland halten – als im Ausland Steuerpflichtiger würde keine deutsche Kapitalertragsteuer einbehalten, die Dividenden würden also brutto auf mein Konto fließen. Erst im neuen Wohnsitzland würde ich die Erträge versteuern – und zwar nur in dem Umfang, in dem ich sie dort benötige oder offiziell transferiere.

Das 183-Tage-Modell einfach erklärt.
Das Herzstück dieser Idee ist der steuerliche Wohnsitz.
Regel: Wer sich mehr als 183 Tage pro Jahr in einem Land aufhält, wird dort in der Regel steuerlich ansässig.
Folge: Die Steuerpflicht in Deutschland endet (außer für Einkünfte, die direkt aus Deutschland stammen, wie Mieteinnahmen oder bestimmte Rentenarten).
Vorteil: Kapitalerträge wie Dividenden werden in Deutschland dann nicht mehr mit Kapitalertragsteuer belastet, sondern fließen brutto aufs Konto.
Gestaltungsspielraum: Man kann entscheiden, wie viel Kapital man ins Auswanderungsland überweist, und versteuert dort nur diesen Teil, je nach nationalem Recht.

Dieses Modell erlaubt also, steuerlich ins Ausland zu wechseln, ohne den Lebensmittelpunkt zu 100 % aufzugeben – emotional und praktisch bleibt man eng mit der Heimat verbunden.

Risiken und Herausforderungen – in abgeschwächter Form.
Da ich nicht vollständig auswandere, relativieren sich viele klassische Risiken.
Heimweh? Kaum ein Problem – ich bin jedes Jahr für mehrere Monate in Deutschland.
Kulturelle Anpassung? Leichter, weil ich nicht dauerhaft im neuen Land bin.
Bürokratie? Ja, es gibt Formalitäten in zwei Ländern, aber sie sind überschaubarer als bei einer kompletten Auswanderung.
Plan B? Ist praktisch eingebaut – ich habe meine Wohnung in Deutschland weiterhin.

Mein Weg dahin?
Ich sehe den Weg dorthin in drei Schritten:
Testaufenthalte – einige Monate am Stück in Malta, Italien oder Gibraltar verbringen, um das Alltagsleben kennenzulernen.
Recht & Steuern klären – Doppelbesteuerungsabkommen prüfen, steuerliche Auswirkungen verstehen, ggf. Experten hinzuziehen.
Sanfter Übergang – zuerst nur einen Teil des Jahres im Ausland leben, die Zeitspanne dann auf über 183 Tage ausweiten.

Fazit.
Für mich ist dieses Modell ein gelungener Kompromiss: Die sonnigen Winter im Süden, die vertrauten Sommer in Deutschland – dazu steuerliche Vorteile und die Freiheit, beide Welten zu genießen. Italien, Malta oder Gibraltar – jedes Ziel hat seinen Reiz.

Noch ist nichts entschieden, aber die Vorfreude auf die Möglichkeiten ist schon jetzt ein Stück Lebensqualität. Und vielleicht sitze ich in ein paar Jahren wirklich im Winter auf einer sonnigen Terrasse mit Blick aufs Meer und kann sagen: Ich hab’s gemacht.

Und jetzt zu euch. Habt ihr schon über ein Leben zwischen zwei Welten nachgedacht? Würdet ihr lieber komplett auswandern oder nur saisonal den Standort wechseln?
Kontaktiert mich gerne bei X unter @mpalkowitsch. Danke euch!

Was ist im Juli im Depot passiert?
Die Konsolidierung im Depot schreitet voran. Ich habe Daimler Truck verkauft und dafür andere Werte nachgekauft. Zudem wurden wie immer die monatlichen ETF-Sparpläne ausgeführt. Auch wurde mir Ende Juli der Hyundai GDR ausgebucht. Hyundai ist damit aktuell nur noch direkt über die südkoreanische Börse handelbar. Leider für mich aktuell nicht möglich.

Unten findet ihr wieder meinen monatlichen Rückblick zu den Dividenden. Ansonsten schaut einfach bei "Meine Depots im Überblick" vorbei, da versuche ich die Daten immer aktuell zu halten.

Der Juli im Rückblick.

Im Juni 2025 kamen 1.622,42 Euro Dividende nach Steuern gegenüber 832,62 Euro im vergleichbaren Vorjahresmonat zusammen, was einem Plus von ca. 94,85% entspricht. Die Dividende im Juli entsprach ca. 40 Rentenpunkte netto und würde ca. 37% der aktuellen Ausgaben decken.

In den ersten 7 Monaten von 2025 sind 10.986,16 Euro Dividende nach Steuern gegenüber 8.310,92 Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum zusammen gekommen. Das sind bisher 1.569,45 Euro im Schnitt pro Monat nach Steuern.

Allokation der besparten Werte (Stand 03.08.2025). 
Derzeit liegen 44,13% im Depot bei Trade Republic, 39,67% bei Comdirect, 13,77% bei Scalable Capital und 1,86% bei der Deutschen Bank im Depot. Zudem noch 0,57% in Projekten von Ecoligo (Darlehen für Solarprojekte weltweit).

Einen Überblick über meine Depots, den aktuellen Stand, meine Ziele und Regeln erhaltet ihr wie immer über den folgenden Link.

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